Unser erster Monat in Karibik

Die ARC war fertig und wir fingen an, die Karibik zu entdecken. Zuerst nur aus der Marina raus und ein paar Tage vor Anker in der Rodney Bay. Dann 10 Meilen weiter in die Marigot Bay, wo Dr. Doolittle gedreht wurde. Dort wurden wir empfangen mit „Welcome to Paradise”, was natürlich für alle Buchten in der Karibik stimmt :=)
Marigot Bay St. Lucia
Jeden Tag gingen wir mehrmals baden, denn wir schwitzten und das Wasser war jetzt super angenehm.
Martinique war die nächste Insel, die wir besuchten. Es war als wären wir wieder zu Hause. Alles so europäisch/französisch mit einem exotischen Touch. In der Boulangerie gab es Baguette und Pain au Chocolat wie in Frankreich eben.
St. Anne ist eine der riesigen Ankerbuchten in der Karibik. Über 500 Schiffe ankern hier im 5m tiefen klaren Wasser mit sandigem Untergrund.
Martinique St Anne Ankerbucht

Natürlich trafen wir dort wieder einige ARC Boote. Trotz der grossen Ankerbucht gibt es dort einen kleinen Strand wo Nael den ganzen Nachmittag lang schnorcheln konnte. Geht man jedoch in Richtung Club Med findet man einen langen Strand mit vielen kleinen Restaurants und einem gestrandeten Schiff.
St Anne Schiff
Was uns aber am meisten gefallen hatte war die 7km lange Krabbenwanderung entlang der Küste mit mehreren schönen kleinen Stränden.St. Anne Saline

Die Kinder waren so motiviert immer wieder neue Krabben zu finden, dass sie den ganzen Weg ohne zu tragen schafften. Im Gegenteil, sie rannten sogar den letzten Teil.
Saline Strand
Über Weihnachten durften wir uns über den Besuch von Chrigi und Patricia freuen. Mit ihnen segelten wir zur Insel Dominica, welche ein paar Monate vorher von einem Hurricane zerstört wurde. Aber die Leute bauen ihre Heimat wieder auf. Sie sind stolz auf ihre 365 Flüsse und den Regenwald. Martin von Providence Boating zeigte uns den Indian River und erzählte uns von seinem Land.
Dominica Indian River

Seit über 40 Jahren ist er ist ein Botschafter für diese Region. Wir waren mit ihm in Kontakt schon vor unsere Ankunft, denn unter Fahrtenseglern gilt Dominica ein bisschen weniger sicher als die umliegenden französischen Inseln. Die Leute bringen frische Früchte, Gemüse, Fisch und auch selbstgemalte Postkarten direkt zum Boot, sie bieten Inselbesichtigungen, Wassertaxi und Bootsputzen an oder nehmen den Abfall entgegen. Letzteres Angebot nahmen wir nicht an, wir versuchen Plastik, Glas und Metal auf eine Insel mit Kehrichtverbrennunganlage zu bringen. Mit Chrigi und Patricia segelten wir noch weiter bis Guadeloupe, welches auch wieder sehr französisch war, bevor wir wieder zurück nach Martinique kehrten.

Hier in der Karibik segelt man typischerweise mit halbem Wind im Lee der Inseln Richtung Norden oder Süden. Zwischen den Inseln gibt es jeweils eine Passage von ca. 20 Meilen, die von „sans souci“ bis „ralley“ sein kann :=)

Mit Andrea, die eine Woche zu uns kam, besuchten wir ein paar Buchten in Martinique.
Karibik Andrea

Besonders gefallen hat uns die Grande Anse d`Arlet im Süden, wo wir die riesigen Wasserschildkröten beobachten konnten. Sie machen so langsame Bewegungen mit den Flossen und sind trotzdem so schnell, dass wir sie nicht überholen konnten.

In diesem ersten Monat haben wir uns an den „caribbean style“ angepasst. Vielmehr als Badehosen und ab und zu ein T-shirt brauchen wir nicht. Neue Gemüse und Früchte sind auf dem Speiseplan. Wir versuchen sogar mit der eigenen Machete die Kokosnüsse zu öffnen, aber es braucht noch ein bisschen Übung, um auf das Niveau eines Barkeepers zu kommen :=)
Bajka Crew

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